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Seit Mitte 2010 bietet die Kinderhilfe engagierten Mädchen die Möglichkeit ein Praktikum im Sunrise Children`s Home abzuleisten. Damit beschreiten wir neue Wege um einem vielfach herangetragenen Wunsch aus der uns unterstützenden Bevölkerung nachzukommen. Mehrere Aspekte erscheinen uns dabei bedeutsam. Die Praktikantinnen erhalten Einblick in einen völlig neuen Kulturkreis und können sich mit Ihren Fähigkeiten in die Weiterentwicklung der Heimkinder einbringen. Die dabei gewonnen Erlebnisse und Erfahrungen werden nach der Rückkehr weitergegeben und ermöglichen den uns unterstützenden Menschen einen vertieften Einblick in die Besonderheiten dieses Landes. Die Kinder im Heim profitieren vom Wissen der Mädchen und erfahren vieles über die Lebensgewohnheiten und Denkweisen von Europäern. |
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| Praktikum I | |
| Als erste
Praktikantin weilte Franziska Pierny vom 21. August
- 4. September 2010 in unserem Kinderheim. Nachfolgend gibt sie einen
kleinen Bericht über ihre Aktivitäten.
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Es waren 2 wunderschöne Wochen die ich im Sunrise Children's Home in Sri Lanka verbringen durfte. Ich habe mit den Kindern gemeinsam viel erlebt. Zusammen haben wir einen Ausflug nach Pinnawalla in das Elefantenwaisenhaus und nach Kandy in den Botanischen Garten unternommen. Das war ein sehr schöner und erlebnisreicher Tag für uns alle. Die anderen Tage haben wir größten teils im Children's Home verbracht und es ist uns nie langweilig geworden. Der Tagesablauf sah meistens wie folgt aus: Morgens um ca. 7.00 Uhr aufstehen, waschen und frühstücken, danach mit den Kindern ausgedehnt spielen (man muss erwähnen dass zu der Zeit in der ich dort war auch die Kinder Schulferien hatten), wir haben meistens Memory, Fangen oder Verstecken gespielt, oder sind einfach zusammen gesessen und haben geredet. Des Öfteren sind wir Karussell gefahren, sind gerutscht oder gewippt. Immer mit sehr viel Spaß. Kurz vor dem Mittagessen sind die Mädchen duschen gegangen. Um 12.30 Uhr gab es für alle Mittagessen. Anschließend sind die meisten Kinder zum Mittagsschlaf gegangen. Während dessen habe ich die Wäsche zusammen gelegt, die Räume gefegt oder habe in der Küche geholfen. Zur 'Tea Time' gab es Tee und manchmal auch Kekse oder Milchreis. Am Nachmittag haben wir den älteren Mädchen zugeschaut wie sie für das Konzert, das für den 3. September geplant war, ihre Tänze und Darbietungen geübt haben. Um 19.30 Uhr gab es Abendessen und anschließend gingen die jüngeren Kinder ins Bett. Mir ist es mit den 25 Mädchen nie langweilig geworden; es gab immer etwas zu tun. |
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Für mich war die Zeit im Kinderheim ein sehr beeindruckendes Erlebnis, gerade weil zahlreiche Dinge völlig anders als in Deutschland sind. Es passierte gelegentlich dass zwischen 10.00 und 16.00 Uhr kein Wasser aus der Leitung kam, oder der Strom manchmal für mehrere Stunden unterbrochen war. Das alles ist für die Mädchen und ihre Betreuerinnen kein Problem, da man auf diese Unzulänglichkeiten eingerichtet ist. Es stehen Taschenlampen griffbereit. Nochmals vielen Dank, dass der Verein es mir ermöglicht habt diese Erfahrungen machen zu können - gerne würde ich es jeder Zeit wieder tun.
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| Praktikum II | |
Als zweite Praktikantin weilte Nora Erhardt vom 30. Oktober - 13. November 2010 in unserem Kinderheim. Nachfolgend gibt sie einen kleinen Bericht über ihre Aktivitäten. Im
Rahmen eines Schulprojektes entschloss ich mich das Sunrise Children`s
Home in Sri Lanka zu besuchen, um es besser kennen zu lernen und zu
unterstützen. Mein zweiwöchiger Aufenthalt
in Sri Lanka
begann am Samstag den 30.10.10 am Frankfurter Flughafen. Der
Flug
dauerte 10 Stunden, in denen das Flugzeug eine Höhe von 11582
m,
der Außentemperatur von -57C und einer Grundgeschwindigkeit
von
814 km/h erreichte, und in Colombo der Hauptstadt von Sri
Lanka
landete. Dort wurde ich von Namali der Leiterin des Kinderheimes, ihrer
Tochter Sadani und dem Taxifahrer Christie empfangen.
Im
Sunrise Children`s Home angekommen,
begrüßten mich ca.
25 Mädchen im Alter von ca. sieben bis achtzehn Jahren mit
Blumen
und einem Lied. Das kleine Zimmer, welches ich in diesen zwei Wochen
bewohnen durfte, enthielt ein breites Bett, drei
abschließbare
Schränke, die die besten Kleidungsstücke der Kinder
enthielten, und ein Regal, in dem ich meine Sachen verstaute. Ansonsten
war es mit rosa Vorhängen, Bettwäsche und
Schnakenschutz
ausgestattet. Man wurde ebenfalls durch altrosa Wände in
anderen
Räumen des Hauses daran erinnert, dass man sich in einem
Mädchenheim befand. 25 Mädchen mit schwarzen
glänzenden
Haaren und faszinierenden großen dunklen Augen wohnen unter
einem
Dach und das mit einem sozialen Verhalten wie ich es vorher nie erlebt
habe: Sie machten sich selbstständig für die Schule
fertig,
erledigten danach ohne Aufforderung alleine ihre Hausaufgaben, fegten
den Garten und die Einfahrt, spielten und sangen im Speiseraum, beteten
vor dem Essen und stellten sich
für
Zahnpasta zum Zähneputzen in einer Warteschlange
auf. Kurzum, die
Erwachsenen wurden nur zum Zubereiten des Essens benötigt. Ich
erlebte
spannende, aufregende und lustige Dinge die ich nie vergessen werde.
Für
das alles möchte ich mich bei den Betreuerinnen und den
Kindern
bedanken. Von ihnen habe ich sehr viel gelernt, z.B. auch die
Wörter für „Ältere
Schwester“ und
„Jüngere Schwester“ = AKKA und NANGI. Mit
diesen
Worten wurde ich ins Kinderheim aufgenommen. Was mich jedoch
ein
bisschen traurig stimmte war, dass ich die Kinder nicht wirklich
unterstützen konnte. Daher nutzten meine
Klassenkameraden/innen
und ich den Martinsmarkt unserer Schule zum Spenden sammeln. Ich hoffe
nun, dass mit diesem Erlös z.B. die vorhandene Wippe
für die
Sicherheit der Kinder instand gesetzt wird.
![]() Zum Schluss bedanke ich mich noch ganz herzlich bei Anuscha Lux und Herrn Bogner dafür, dass ich dort sein durfte. Studi (Danke) |
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